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Die Freie Gesellschaft

Überbevölkerung Die größte Bedrohung der Freiheit

"Erkenne deinen Feind,
bevor du dich aufmachst
von einer besseren Welt zu träumen."
Philip Mirowski
"Niemand ist mehr Sklave, als der,
der sich für frei hält,
ohne es zu sein."
Johann Wolfgang von Goethe
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Eine gute Nacht Geschichte

5 Minuten vor Mitternacht.
Für eine Geschichte ist gerade noch Zeit.

Irgendwann nach dem Zweiten Weltkrieg, jetzt vor 75 Jahren, da begann die Weltbevölkerung mit einmal schnell zu wachsen. Seit dieser Zeit kommen alle 15 Jahre gleichmäßig etwa eine Milliarde Menschen auf der Erde hinzu.

Zur gleichen Zeit verbreitete sich das Fernsehen so schnell, dass der neue Wohlstand der Nachkriegs-Industrie fast überall sichtbar wurde. Die Menschen wollten teilhaben am Wohlstand und die Weltwirtschaft wuchs und wuchs, bis heute.

Die Mächtigen erkannten damals schnell wohin das führte, und sie wussten genau, dass man es den Menschen nicht sagen durfte.

Denn wenn die Menschen bemerken würden, wie unmöglich es war, dass alle teilhaben konnten, und in welche Abgründe sie der immer währende Durst nach Mehr riss, dann würde es Unruhen geben.

Die Menschen würden tun, was sie tun mussten, was jede Art tun muss, die keine Fressfeinde mehr hatte und sich ungebremst vermehrte. Sie würden sich in Hungersnöten, Revolten, Kriegen um Nahrung, Wasser und Rohstoffe gegenseitig abschlachten. Sie würden die Erde in Chaos und Verderben stürzen und die Mächtigen mit sich reißen.

Wo die Mächtigen nun wussten, dass die Zivilisation, wie wir sie heute kennen, enden würde, da beschlossen sie ihre Macht zu nutzen und das Blatt zu ihren Gunsten zu wenden. Heimlich trafen sie sich mit Leuten aus Politik und Medien, um die Situation zu beraten und die Welt zu lenken. Sie schufen einen Plan, der ihr Überleben im drohenden Chaos sichern sollte.

Wenn dann alles vorbei sein würde und die Mächtigen überlebt hätten, dann würde auch ihre Macht überlebt haben. Und aus den Trümmern der Menschheit heraus würden sie die Macht wieder nutzen, um die Welt wieder neu zu errichten.
So wie sie es wollten, bis sich das Spiel wiederholte.

Zwölf Uhr Mitternacht. Die Stunde bis ein Uhr gehört den Toten.

Die größte aller Bedrohungen Überbevölkerung Das aktuelle Scenario, Möglichkeiten und Lösungen

In einer Welt wachsenden Bedarfs an Produkten durch ärmste und sogenannte Schwellenländer wird die Verfügbarkeit an Ressourcen zu einem ernsten Problem. Überbevölkerung und wirtschaftliches Wachstum entwickeln sich in ihrer Kombination zur Bedrohung für die Menschheit.

Während die Industrienationen ihren Status-Quo zu halten versuchen und in ihrer Abhängigkeit bei der Sicherstellung von Rohstoffreserven immer mehr kriminelle Energie an den Tag legen, wird der Wunsch im Rest der Welt immer größer das gleiche Niveau an Wohlstand zu erreichen.

Dieser Wunsch kann rechnerisch nicht aufgehen wie die folgenden Zahlen belegen. In der Folge kommt es weltweit zu unvermeidbaren Spannungen, die immer mehr mit totalitären Strukturen unterdrückt werden. Zunehmend wird zu militärischen Lösungen gegriffen und Krieg wird immer mehr zum Mittel der Wahl. Nicht jede Nation möchte sich ausbeuten lassen und dem Diktat der Umverteilung unterliegen. Dabei ist es unerheblich für den Einzelnen ob dieses Diktat durch lokale Regierungen oder Einflussnahme durch das Ausland stattfindet.

Ohne Krieg Bevölkerungswachstum und Wohlstand ? Der natürliche Bevölkerungsrückgang

Der Zusammenhang zwischen Bevölkerungszunahme einer Gesellschaft und dem vorhandenen Wohlstand lässt sich dem Zahlenwerk entnehmen. Die Tendenz zu einer Geburtenrate unter 2.1 Kinder pro Frau zeigt sich deutlich ab einem Vermögen von 10000 USD pro Erwachsenem, wie etwa in Costa Rica, Polen oder Bulgarien.
2.1 Kinder ist die Schwelle die gemeinhin angenommen notwendig ist, um eine Population zu erhalten. Nationen mit einem Median-Vermögen von etwa 10000 USD liegen derzeit in einem Bereich von 1.8 bis 1.9 Kindern, was ausreichen würde, um die Weltbevölkerung langsam sinken zu lassen, ohne dass man künstlich eingreifen müsste.

Weltüberlastungstag Was kann die Welt verkraften ? Grenzen der Überbevölkerung

Die Richtlinie aller Bemühungen im Sinne von Ausgleich, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit sind die Grenzen, die uns unser Planet setzt. Der "Weltüberlastungstag" lag 2016 auf dem 08. August. Das ist der Tag an dem die Menschheit im laufenden Jahr die Ressourcen verbraucht hat, die die Erde pro Jahr nachhaltig zur Verfügung stellen kann. Anders gesagt, in 2016 hätten wir 1,6 Erden benötigt um keinen Raubbau am Planten zu betreiben. Das kann langfristig nicht ohne einschneidende Konsequenzen funktionieren und wir müssen alles ab 1,0 Erden als Überbevölkerung betrachten.

Messlatte für unser Problem ist der Wohlstand und seine Verteilung auf der Erde. Wohlstand drückt sich in Gütern aus, die wir besitzen und verbrauchen, sowie in Kaufkraft, welche die Neubeschaffung dieser Güter ermöglicht. Wohlstand korreliert somit direkt mit den weltweit vorhanden Vermögen und ein 1,6 fach zu hoher Ressourcen-Verbrauch drückt sich in 1,6 fach zu hohen globalen Vermögen aus.

Plakativ kann man sagen, dass 1,6 mal zu viele Autos immer wieder neu gebaut werden müssen, oder dass 1,6 mal zu viele Handys alle paar Jahre in neuer Version über den Ladentisch gehen, dass 1,6 mal zu viele Flugreisen unternommen werden, und und und ...
Hier lässt sich schon ahnen, dass das Problem nicht in den Existenzgrundlagen besteht, sondern eher in sogenannten 1.Welt-Problemen, die die Existenzgrundlagen bedrohen.

Das 1,6 fache. Ein Faktor der für 2016 gilt, sich aber jährlich verschiebt. In 2000 lag er noch auf dem 1. November (1,2 Erden) und 2008 auf dem 23. September (1,4 Erden). Das alles sind grobe Schätzungen aber besser wird die Lage nicht solange die Zahl der Menschen weiter wächst und nicht genug Menschen die eigene Lebensführung an die Lage anpassen.

Durchhalteparolen Kann die Erde nicht deutlich mehr verkraften ? Grenzen der Optimierung

Einwände, die darauf hinweisen, dass die Welt beispielsweise bei erhöhtem Fleischverzicht oder Energieeinsparungen und verschiedenen weiteren Optimierungen auch mehr Menschen ernähren könnte sind sicherlich richtig, helfen uns aber nicht weiter. Menschen in der Grundversorgung leben zwar, weisen aber weiterhin hohe Geburtenraten auf. Diese Maßnahmen spielen auf Zeit und das Problem holt uns dann bei 10 Milliarden Menschen ein, oder bei 12 oder 15 Milliarden. Eine Lösung ist das nicht.

Als ergänzende Maßnahmen haben sie ihre Daseinsberechtigung, ohne grundlegendere Veränderung wären sie sinnlos.
Wasser aus dem Boot schaufeln macht immer Sinn, aber der das Leck muss gestopft werden.

Wer muss verzichten ? Möglichkeiten des Ausgleichs Die "Eine Erde Richtlinie"

Grundsätzlich gibt es also zwei Stellschrauben, um das Problem in den Griff zu bekommen. Zum einen die Zahl der Menschen auf der Erde, zum anderen das Vermögensniveau bzw. dessen Verteilung.

Das Vermögen weltweit belief sich 2016 auf etwa 255 Billionen USD, wobei die führenden 33 Nationen allein 207 Billionen USD, das sind rund 81% des Vermögens bei 17% der Weltbevölkerung, auf sich vereinen.
Würde man die restlichen 83% der Menschheit nun komplett abschaffen, bräuchten wir immer noch knapp 1,3 Erden.
Offenbar löst das unser Problem moralisch und de facto nicht.

1,6 Erden bei 255 Billionen USD, das sind 1,0 Erden bei etwa 160 Billionen USD. In 2016 verteilte sich das Vermögen weltweit statistisch auf etwa 4,84 Milliarden Erwachsene. So würde bei vollkommener Gleichverteilung bei 1,0 Erden Verfügbarkeit 33000 USD auf jeden Erdbürger entfallen. Das ist die Obergrenze, die bei derzeitigem Dollarkurs gehalten werden muss. Wir haben nur die eine Erde und die Frage bleibt wie wir Vermögen abbauen und so verteilen, dass das Limit im schnitt gehalten und die gewünschte Geburtenrate erreicht wird.

Verfügbare 33000 USD pro Mensch liegen deutlich über der Schwelle von 10000 Euro, die man für eine positive Entwicklung benötigen würde. Nur sind sie nicht so verteilt wie sie es sein sollten. Schon auf nationaler Ebene weisen Gesellschaften im Schwellenbereich eine Ungleichverteilung vom dreifachen des mittleren Vermögen gegenüber dem Median-Vermögen auf. Trägt man dieser Strukturierung Rechnung muss das durchschnittliche nationale Vermögen dreimal höher liegen als bei idealer Gleichverteilung.

Bei Gesellschaft nach westlichem Vorbild kann man diese Ungleichverteilung auf das zweifache reduzieren, wie es etwa in Island,Belgien,Japan,Italien,Ungarn oder Kroatien der Fall ist. Deutschland ist dabei kein Vorbild, hier liegt der Wert bei dem vierfachen. Diesen Wert zu ändern ist kein großer Eingriff in die Gesellschaft, denn tatsächlich trifft die Änderung nur Wenige. Hauptsächlich in Deutschland und den USA sind es nur wenige Superreiche, die zurückstecken müssten.

In Deutschland wäre bei auch nach der Verringerung des Vermögens nach der "Eine Erde Richtlinie" und dem internationalen Ausgleich als Bremse der Überbevölkerung das durchschnittliche Vermögens höher als das derzeitige Median-Vermögen. Bedeutet, dass unsere Gesellschaft entscheidet wie dieses Mehr verteilt wird und das es niemandem in Deutschland schlechter gehen muss als dem derzeitigen deutschen Mittelstand.

Wir haben die Wahl Überbevölkerung stoppen Die reale Chance

Das Gute am Zahlenwerk ist, dass es zeigt, dass die Menschheit das Problem tatsächlich lösen kann. Ohne Eingriffe in die individuelle Selbstbestimmung bei der Familienplanung und ohne große Eingriffe in die nationalen Gesellschaftsmodelle kann man das Vermögen so bewegen, dass im Weltmittel die Geburtenrate entscheidend sinkt und der Planet kurzfristig nicht mehr überlastet wird.

Es geht um die Lösung mit minimalem Eingriff in die laufenden gesellschaftlichen Systeme. Der durchschnittliche Wohlstand darf 33000 Euro pro Erwachsenem nicht übersteigen, um die "Eine Erde Richtlinie" nicht zu verletzen, und anheben müssen wir es auf 20000 Euro, um ein Milieu zu erhalten, dass die Geburtenraten zurückgehen lässt. Die Überhöhung des Mindestwertes von 10000 Euro im Median ist dem Umstand geschuldet, dass Gesellschaften derzeit nur mit einem Mindestmaß an Ungleichverteilung funktionieren.

Welt Wohlstand - Datensatz 2016

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(Grundlagen : Credit Suisse, Global Wealth Databook 2016, S.31ff,95ff / CIA World-Factbook 2016)

Umverteilung von Vermögen und Verzicht erfolgen Die Rechnung im Zahlenwerk reduziert das jeweilige nationale Vermögen gleichmäßig um den Faktor 1,6, um die globalen Überlastung zu vermeiden. Dann findet der rechnerische globale Ausgleich zwischen den Nationen statt. Um den gewünschten Effekt bei der Überbevölkerung zu erzielen werden die nationalen Vermögen, um etwa 65% Reduziert und die sich ergebenden 20000 USD pro Kopf an die Nationen anteilig ihrer Bevölkerungsstärke ausgeschüttet.

Das ist die rein mathematische Seite, welche die Größenordungen darlegt von denen wir sprechen. Praktisch werden die jeweiligen Nationen ihre Vermögen und damit ihren Anspruch auf Güter im Rahmen dieser Größen reduzieren oder aufstocken.

Das setzt einen internationalen fairen Umgang miteinander voraus. Wenn Energie- und Rohstoffreserven nicht mehr mit militärischem Druck günstig verfügbar zu machen sind, steigen Produktions- und Betriebskosten. Autos werden teurer und statt zwei Wagen, hat man dann ggf. nur noch ein Auto, das man sich leisten kann.
Im Gegenzug wird mehr an das Rohstoff liefernde Land gezahlt und dort hat ggf. jemand die Möglichkeit sich ein Auto zu leisten, der es bislang nicht konnte.
Ähnliche Effekte wird es auf alle Gebieten geben.

Fazit

Das Aufhalten der Überbevölkerung hängt von der Bereitschaft zum Verzicht innerhalb der führenden Industrienationen ab. Dabei ist der Mittelstand nicht einmal sonderlich betroffen, wenn er die Zentralisierung von Vermögen bei wenigen Superreichen nicht länger toleriert. Die Freiheit der Gesellschaften beginnt mit einem Mindestmaß an Wohlstand, was Geburtenzahlen reduziert und damit Spannungen vermeidet, die immer den Aufbau von totalitären Strukturen mit sich bringen.
Der Ausgleich geschieht in erster Linie von superreich nach arm.

Credit Suisse, Global Wealth Databook 2016
CIA, The World Factbook (Snapshot 26. Juni 2017), Data 2016
Statistisches Bundesamt, Deutschland im EU-Vergleich 2017, Geburtenraten EU